Akrapovič Auspuffanlagen
Die Marke
Akrapovič: Abgasanlagen aus eigener Fertigung
Akrapovič wurde 1991 in Slowenien gegründet. Gründer Igor Akrapovič fuhr selbst Motorradrennen, und aus der anfänglichen Tuningwerkstatt wurde binnen weniger Jahre ein Zulieferer für Rennteams. Heute sitzt das Unternehmen in Ivančna Gorica, beschäftigt über 1.800 Menschen und liefert in mehr als achtzig Länder.
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Akrapovič: Anlagen und Zulassung im Überblick
Fertigung und Werkstoffe
Ungewöhnlich für die Branche ist die Fertigungstiefe. Vom Sound-Engineering bis zur Titan-Gießerei liegt der gesamte Weg eines Bauteils in den slowenischen Werken, das metallurgische Labor eingeschlossen. Die Gießerei ging 2009 in Betrieb.
Beim Werkstoff setzt Akrapovič auf eigene, geschützte Titanlegierungen. Sie sind laut Hersteller bei hohen Temperaturen dreimal so formstabil wie handelsübliche Reintitan-Sorten. Titan wiegt zudem rund 40 Prozent weniger als rostfreier Stahl. Dazu kommen Kohlefaserbauteile aus eigener Produktion, austenitische Edelstähle und Inconel-Superlegierungen für Temperaturen bis 1.000 °C.
Die vier Produktlinien
Jede Anlage ist einer Kombination aus Marke, Modell und Baujahr zugeordnet. Innerhalb einer Baureihe unterscheiden sich die Artikel nach Modelljahr. An der Fahrzeugbindung führt also kein Weg vorbei.
| Linie | Was getauscht wird | Wofür |
|---|---|---|
| Slip-On Line | nur der Endschalldämpfer | der erste Schritt: kürzeste Montage, kleinster Effekt auf die Leistung |
| Evolution Line | Vollanlage aus Schalldämpfer und Krümmer | bei vielen Ausführungen komplett Titan, größte Gewichtsersparnis |
| Racing Line | Vollanlage, andere Materialkombination | meist Titan-Schalldämpfer mit Edelstahlkrümmern, Auslegung aus dem Rennsport |
| Optional parts | Verbindungsrohre, Sammler, Montagesätze, dB-Absorber | teils zwingend nötig – Akrapovič kennzeichnet solche Teile als verbindlich |
Zulassung: immer am Artikel prüfen
Konformitätskennzeichen vergibt Akrapovič nicht pauschal, sondern je Artikel. Fehlt das Kennzeichen, gibt der Hersteller dazu auch keine Erklärung ab. ECE steht für die UN-Regelung ECE-R92 für nachgerüstete Schalldämpferanlagen an Krafträdern, EC für die EU-Richtlinie 97/24 beziehungsweise die Delegierte Verordnung (EU) Nr. 134/2014, ABE für die deutsche Typgenehmigung nach § 20 StVZO.
Rennsport-Artikel tragen kein solches Kennzeichen und sind nicht für den Straßenverkehr bestimmt. Auch bei gekennzeichneten Anlagen kann die Genehmigung eingeschränkt sein: Für einzelne Artikel weist Akrapovič darauf hin, dass das EC/ECE-Zertifikat bei Euro5- und Euro5+-Modellen nicht greift. Was für einen Artikel gilt, steht in seiner Produktbeschreibung – dort auch die Angaben zu Gewicht, Lautstärke und Montagedauer.
Aus dem Rennsport
Den ersten Weltmeistertitel holte Colin Edwards im Jahr 2000 in der Superbike-WM auf einer Honda. Der erste MotoGP-Titel folgte zwölf Jahre später mit Jorge Lorenzo und Yamaha Factory Racing. Insgesamt kommt Akrapovič auf über 200 Weltmeistertitel in mehr als zwanzig Meisterschaften. Die Rennabteilung umfasst vierzehn Ingenieure und betreut über hundert Teams, von der MotoGP über die Superbike-WM bis in den Geländesport.