Motorrad-Headsets
Das richtige Motorrad-Headset finden
Ein Motorrad-Headset wird am Helm montiert und verbindet dich mit Sozius, Gruppe, Navi und Telefon. Zwei Dinge entscheiden beim Kauf: Funktechnik und Montage. Bluetooth reicht für Verbindungen zu zweit, Mesh vernetzt ganze Gruppen. Universal-Klemm-Kits passen an die meisten Helme, Systeme wie Shoei SRL, Schuberth SC oder N-COM nur an die zugehörigen Helmmodelle.
Erlaubt sind Headsets in Deutschland, solange dein Gehör frei bleibt (§ 23 Abs. 1 StVO).
Bluetooth oder Mesh?
Bluetooth koppelt zwei Geräte direkt, größere Gruppen entstehen als Kette. Fällt ein Fahrer heraus, reißt die Verbindung dahinter ab.
Mesh arbeitet als Funknetz: Jedes Headset verbindet sich mit allen erreichbaren Teilnehmern. Fällt jemand zurück, findet sich die Gruppe von selbst wieder. Für Fahrer mit Sozius reicht Bluetooth. Wer regelmäßig in der Gruppe unterwegs ist, nimmt Mesh.
Verbindungsprinzip: Punkt-zu-Punkt, Gruppen als Kette
Teilnehmer: meist 2 bis 4
Reichweite: kurz, geräteabhängig
Bei Verbindungsabbruch: Kette reißt ab
Passt für: Solo, Fahrer + Sozius
Verbindungsprinzip: selbstheilendes Funknetz
Teilnehmer: im Open Mesh „praktisch unbegrenzt" (laut Sena)
Reichweite: laut Sena ca. 0,8 km im freien Gelände, bis 3 km in der Kette ab 6 Fahrern
Bei Verbindungsabbruch: Netz verbindet sich neu
Passt für: Gruppen und Tourenfahrer
Universal-Kit oder helmspezifisches System?
Universal-Headsets von Sena, Cardo oder Interphone halten mit Klemm- oder Klebehalterung an der Helmschale. Sie passen an die meisten Helme mit Platz für Lautsprecher am Ohr. Wer den Helm öfter wechselt, bleibt damit flexibel.
Daneben gibt es passgenaue Systeme für bestimmte Helme. Shoei SRL passt in Neotec 3 und GT-Air 3. Die Schuberth SC-Serie gehört in C5, E2 und S3, N-COM in Nolan- und X-Lite-Helme. Diese Systeme sitzen bündig im Helm und brauchen keine Halterung außen.
Viele Klapphelme sind für ein bestimmtes System vorbereitet. Ein Blick in die Helmbeschreibung lohnt sich vor dem Kauf.
Einzelset oder Doppelset?
Ein Einzelset rüstet einen Helm aus. Doppelsets enthalten zwei fertig gekoppelte Geräte. Das lohnt sich für Paare und feste Fahrgemeinschaften, weil die Verbindung ab Werk eingerichtet ist.
Die Marken im Sortiment
Bei uns findest du Sena mit dem größten Mesh-Sortiment, vom Einsteigergerät bis zum Doppelset. Cardo bringt Sound by JBL mit, Interphone die U-Com-Modelle. Dazu kommen helmgebundene Systeme von Shoei, Schuberth, Nolan (N-COM) und Scorpion (ExoCom). Geliefert wird in 1 bis 2 Werktagen mit DHL.
Sind Motorrad-Headsets in Deutschland erlaubt?
Ja. § 23 Abs. 1 StVO verlangt, dass dein Gehör beim Fahren nicht beeinträchtigt wird. Ein Headset im Helm ist zulässig, solange du Verkehr und Warnsignale weiter wahrnimmst. Auf volle Lautstärke und stark isolierende Kopfhörer verzichtest du deshalb besser.
Was ist besser: Mesh oder Bluetooth?
Für Fahrten zu zweit reicht Bluetooth. Mesh spielt seine Stärken in Gruppen aus: Das Netz findet sich von selbst wieder, wenn ein Fahrer zurückfällt. Laut Sena sind im Open Mesh praktisch unbegrenzt viele Teilnehmer möglich.
Passt jedes Headset an jeden Helm?
Universal-Kits passen an die meisten Helme, sofern Platz für Lautsprecher und Halterung vorhanden ist. Helmspezifische Systeme wie Shoei SRL, Schuberth SC oder N-COM passen nur an die zugehörigen Helmmodelle.
Wie viele Fahrer können sich per Mesh verbinden?
Laut Sena sind im Open Mesh praktisch unbegrenzt viele Teilnehmer möglich, organisiert in Kanälen. Bluetooth-Intercoms verbinden je nach Gerät meist 2 bis 4 Fahrer.
Welche Reichweite hat ein Motorrad-Intercom?
Sena nennt für Mesh rund 0,8 km im freien Gelände. In der Gruppe ab 6 Fahrern sind es bis zu 3 km. Das sind Herstellerangaben. In bebautem Gebiet oder im Wald sinkt die Reichweite deutlich.