Gepäckrollen & Hecktaschen fürs Motorrad
Gepäckrolle fürs Motorrad: so findest du die richtige
Eine Gepäckrolle ist ein zylindrischer Packsack, der mit Spanngurten oder Riemen auf Soziussitz oder Gepäckträger befestigt wird. Ihr Rollverschluss gilt laut Herstellern als wasserdicht, das macht die Rolle zur ersten Wahl für Touren bei jedem Wetter. Die Größe wählst du nach Einsatz, vom kompakten Tagesgepäck bis zur großen Reiserolle.
Soll das Gepäck an den Körper statt ans Motorrad, findest du die Alternative bei den Motorradrucksäcken.
Volumen wählen: 10, 20 oder 60 Liter?
Das Nötigste für den Tag: Regenkombi, Werkzeug, Verpflegung. Kompakt genug für jedes Heck.
Die Wochenendgröße: Kleidung für zwei, drei Tage plus Kleinkram, ohne das Motorrad zu überladen.
Die Reiseklasse für lange Strecken, gern kombiniert mit Koffern oder Topcase.
Wasserdicht durch Rollverschluss
Ob als Rolltasche, Packsack oder Drybag bezeichnet, das Prinzip ist gleich: Die Öffnung wird mehrfach eingerollt und verschlossen, so kann Wasser nicht eindringen. Deshalb stufen die Hersteller Gepäckrollen als wasserdicht ein. Rollen aus Leder fallen aus der Reihe, das Material ist in der Regel wasserabweisend, nicht wasserdicht.
Hecktasche: feste Form und schneller Zugriff
Die Hecktasche ist das formstabile Gegenstück zur Rolle: Fächer halten Ordnung, ein Tragegriff macht sie am Ziel zur Handtasche, viele Modelle öffnen mit einem Griff. Dafür wiegt sie mehr und ist meist nur mit Regenhaube wetterfest, die Angaben dazu machen die Hersteller je Modell.
Gepäckrolle oder Hecktasche?
Die Entscheidungsregel ist einfach: Wetterfest und viel Volumen spricht für die Rolle, Organisation und schneller Zugriff für die Hecktasche. Auf großer Tour ergänzen sich beide mit Motorradkoffern, Topcases und Tankrucksäcken zum kompletten Gepäcksystem.
Gepäckrolle richtig befestigen
- Auflegen: Rolle mittig auf Soziussitz oder Gepäckträger platzieren.
- Einhaken: Spanngurte an festen Punkten wie Rahmen, Soziusrasten oder Trägerösen ansetzen, nie an beweglichen oder heißen Teilen.
- Spannen: Gurte über Kreuz straff ziehen und lose Enden sichern.
- Prüfen: Die Rolle darf sich mit der Hand nicht verschieben lassen und im Fahrtwind nicht arbeiten.
Häufige Fragen zu Gepäckrollen und Hecktaschen
Wie befestige ich eine Gepäckrolle am Motorrad?
Mittig auf Soziussitz oder Gepäckträger auflegen, die Spanngurte an festen Punkten wie Rahmen oder Soziusrasten einhaken, über Kreuz straff ziehen und die Enden sichern. Zum Schluss prüfen, dass sich die Rolle nicht mehr verschieben lässt.
Wie viel Liter Gepäckrolle brauche ich?
Rund 10 Liter reichen für das Nötigste am Tag, 20 bis 30 Liter für die Wochenendtour, 40 bis 60 Liter für die lange Reise. Im Zweifel etwas größer wählen, eine Rolle lässt sich auch halb gefüllt straff verschließen.
Wie befestige ich die Gepäckrolle ohne Gepäckträger?
Direkt auf dem Soziussitz: Die Gurte laufen dann zu Rahmen oder Soziusrasten. Wichtig sind feste Ankerpunkte und straffe Gurte, damit die Rolle beim Bremsen nicht nach vorn rutscht.
Ist eine Gepäckrolle wirklich wasserdicht?
Modelle mit Rollverschluss gelten laut Herstellerangabe als wasserdicht, weil die eingerollte Öffnung kein Wasser durchlässt. Ausnahme sind Lederrollen, das Material ist in der Regel nur wasserabweisend.
Was ist der Unterschied zwischen Gepäckrolle und Hecktasche?
Die Rolle ist leicht, laut Hersteller wasserdicht und im Volumen flexibel. Die Hecktasche ist formstabil, bietet Fächer und Tragegriff. Wetterfest und viel Platz spricht für die Rolle, Organisation und Zugriff für die Hecktasche.