Kinder-Motorradhelme
Den richtigen Kinder-Motorradhelm finden
Eine eigene Helmnorm für Kinder gibt es nicht: Kinder-Motorradhelme werden nach derselben ECE 22.06 geprüft wie Helme für Erwachsene. Kindspezifisch sind kleine Schalengrößen und ein möglichst geringes Gewicht, denn die Nackenmuskulatur trägt bei Kindern deutlich weniger.
Die passende Ausrüstung für den Rest des Körpers findest du bei der Kinder-Motorradbekleidung.
ECE 22.06 gilt auch für Kinder-Motorradhelme
Geprüfte Helme tragen den Aufnäher mit der ECE-Kennzeichnung am Kinnriemen, bei Kindergrößen genauso wie bei Erwachsenen. Ein Modell wird nicht dadurch zum Kinderhelm, dass es bunt ist, sondern durch kleine Schalen- und Polstergrößen bei voller Prüfung.
So ermittelst du die Helmgröße beim Kind
- Messen: Kopfumfang mit dem Maßband ein bis zwei Zentimeter über den Augenbrauen abnehmen.
- Abgleichen: Wert mit der Größentabelle des Herstellers vergleichen, die Läufe unterscheiden sich je Marke.
- Sitzprobe: Der Helm sitzt fest, ohne zu drücken, und bewegt sich beim Kopfschütteln nicht mit.
- Nicht auf Zuwachs kaufen: Ein zu großer Helm kann beim Sturz verrutschen und schützt nicht zuverlässig.
Gewicht: leichte Helme für den Kindernacken
Je leichter der Helm, desto länger bleibt die Fahrt angenehm und desto geringer die Belastung für Nacken und Halswirbelsäule. Achte auf die Gewichtsangabe des Herstellers in den Produktdetails, gerade bei kleinen Fahrern lohnt der Blick darauf mehr als jedes Dekor.
Integralhelm oder Jethelm fürs Kind?
Für Mitfahrer auf dem Motorrad ist der geschlossene Integralhelm mit Kinnschutz die erste Wahl. Der offene Jethelm spielt seine Stärken eher bei Roller und Pocket-Bike-Einsätzen im Schritttempo aus. Die Bauform-Details erklären die jeweiligen Kategorien.
Mitwachsen? Polster und Passform
Ein Helm wächst nicht mit. Bei manchen Modellen lassen sich laut Hersteller die Innenpolster gegen dünnere oder dickere Varianten tauschen, das gleicht kleine Unterschiede aus, ersetzt aber keine passende Schalengröße. Wird der Kopf größer, steht ein neuer Helm an.
Häufige Fragen zu Kinder-Motorradhelmen
Welche Motorradhelm-Größe braucht mein Kind?
Miss den Kopfumfang ein bis zwei Zentimeter über den Augenbrauen und gleiche den Wert mit der Größentabelle des Herstellers ab. Der Helm muss fest sitzen, ohne zu drücken, und darf beim Kopfschütteln nicht wackeln.
Gibt es eine eigene Norm für Kinder-Motorradhelme?
Nein. Kinder-Motorradhelme werden nach derselben ECE 22.06 geprüft wie Erwachsenenhelme. Die Kennzeichnung findest du auf dem Aufnäher am Kinnriemen.
Ab welchem Alter passt ein Kinder-Motorradhelm?
Nicht das Alter entscheidet, sondern der gemessene Kopfumfang. Kinder gleichen Alters haben sehr unterschiedliche Kopfgrößen, deshalb führt der Weg immer über das Maßband und die Größentabelle des Herstellers.
Kann ein Kinder-Motorradhelm mitwachsen?
Nein, die Schale bleibt gleich groß. Manche Hersteller bieten austauschbare Innenpolster an, die kleine Unterschiede ausgleichen. Auf Zuwachs kaufen solltest du trotzdem nicht, ein zu großer Helm sitzt nicht sicher.
Warum muss ein Kinder-Motorradhelm leicht sein?
Die Nackenmuskulatur von Kindern ist schwächer als bei Erwachsenen. Ein leichter Helm ermüdet weniger, sitzt stabiler und macht längere Fahrten für den Nachwuchs überhaupt erst angenehm.